Culture Club 1982-1986
 
In der Londoner Clubszene der 70er Jahre machte sich George O‘dowd schon früh einen Namen, doch angetrieben durch den Single erfolg seines Freundes Steve Strange (der mit Visage und „Fade to Grey“ einen Hit hatte), wollte George berühmt werden.
Nach anfänglichen Gehversuchen mit 
Bow Wow Wow, die nach nur einem Auftritt wieder dahin waren, gründete er mit 
John Moss (Drums), Mikey Craig (Bass) und 
Roy Hay (Gitarre), die Band Culture Club.
Nachdem mehrere Plattenfirmen dem Club eine Absage erteilten (was meist am androgynen Aussehen von George lag), nahm Richard Branson, Gründer von Virgin Records, die Gruppe unter Vertrag.
Zwei Singles waren nicht so erfolgreich wie sich George das vorstellte (White Boy und I‘m afraid of me), doch die vier liessen sich nicht beirren.
Für ihre dritte Single bekamen sie die möglichkeit bei Top of the Pops aufzutreten, und das sollte ihr Durchbruch werden....... 

Als die ersten Takte der Single „Do you really want to hurt me“ über den Fernsehschirm gingen, gab es kein Halten mehr. Boy George und Culture Club waren das Gespräch.....
Ist es ein Mann, ist es eine Frau? Die Hauptfrage die um den Globus ging. 
Kurze Zeit später waren Culture Club Weltweit ein Hit. 
Obwohl nie geplant, wurde Boy George zum klein-mädchen-Schwarm und Pin Up Boy. Seine Homosexualität und die Liebe zum Drummer John Moss, hielt die Band zunächst geheim, doch wer realistisch hinsah, wusste bescheid...
Die nächsten beiden Singles „Time“ und „Church of the Poison Mind“ waren zwar auch Hits, doch der richtige Hammer sollte noch kommen.....

Als der Culture Club seine Single „Karma Chameleon“ auf den Markt brachte, gab es überhaupt kein Halten mehr.....
Mit diesem Country angehauchten Song, katapultierte sich die Band in den Pop-Olymp und verschaffte Mr. Branson mehrere seiner Autos (wie George es formulierte). Als die Band 1984 den Grammy als beste Band verliehen bekam, machte George in der Dankesrede eine Aussage, die dem Versteckspiel um seine Homosexualität ein Ende setzen sollte. "thank you, America...you've got style, you have taste, and you know a good drag queen when you see one!"

Im Jahr 1984 veröffentlichte die Band ihr drittes Studio Album „Waking up with the House on Fire“ und die dazugehörige Single „The War Song“. Beide konnten nicht an die Erfolge der beiden Vorgänger und ihre Single Auskopplungen anknüpfen.
Die weiteren Releases „The Medal Song“ und „Mistake No.3“ floppten noch stärker. Mit schwindendem Erfolg distanzierte sich John Moss auch mehr und mehr von George. Der nach eigener Aussage eigentlich Heterosexuelle John suchte immer öfter die nähe von Frauen.
Diese beiden Schläge ins Gesicht waren zuviel für den Sänger (wobei die Beziehung zu Moss eine wohl grössere Rolle für George spielte..) 
Die Drogen kamen in sein Leben. 
Bis Dato ein völliger Drogenhasser, verzog sich George nach New York um zusammen mit seinem langjährigen Freund Marilyn im Drogenrausch alles zu vergessen was die Band und somit John Moss betraf....

Trotz allem schaffte es die Band irgendwie ein weiteres Album aufzunehmen.“From Luxury to Heartache“, ein allzu passender Titel. Die erste Single war auch wieder recht erfolgreich. „Move Away“ sollte ein grosses Comeback einläuten. 
Doch Georges Heroinsucht, wurde immer stärker und beeinflusste die Band und die Karriere ungemein. Beim letzten Auftritt in London 1986 performte George so High, dass er vergass seine Gesichtsmaske abzuwaschen und schlief während des anschliessenden Interviews ein.......

Was dann folgte war eine Hetzjagd der Britischen Boulevardpresse....................